Kircheneintritt

Es kommt öfter vor, als viele denken: Menschen, die einmal aus der evangelischen (oder auch aus der katholischen) Kirche ausgetreten sind, wollen wieder in die Kirche eintreten.

Gründe, die zum Austritt führen, können sehr unterschiedlich sein:

  • Vielleicht hat man sich über die Kirche, die Gemeinde oder den Pfarrer geärgert.
  • Vielleicht hat man sich innerlich so weit von christlichen Glaubensinhalten entfernt, dass man nicht mehr zu einer christlichen Kirche gehören möchte.
  • Oftmals sind es „nur“ finanzielle Gründe: Man möchte die Kirchensteuer sparen, fühlt sich aber eigentlich immer noch mit der Kirche verbunden.

Das System unserer Kirche mit ihren zahlreichen kostenträchtigen Angeboten kann aber nur erhalten bleiben, wenn es solidarisch von ganz vielen Menschen getragen wird. Darum brauchen wir die Kirchensteuer – und Christen, die bereit sind, Kirchensteuern zu zahlen.

Ausgetreten - und dann?

Viele Menschen bedauern es irgendwann, dass sie aus der Kirche ausgetreten sind, trauen sich aber nicht, wieder einzutreten, weil sie denken, das sei mit großen Barrieren verbunden.
Aber Kircheneintritt getaufter Christen ist ganz einfach:
Wenn ein Mensch evangelisch (oder katholisch) getauft wurde und später aus der Kirche ausgetreten ist, kann er nach einem Gespräch mit jeder Pfarrerin/jedem Pfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland ohne weitere Formalitäten in die evangelische Kirche aufgenommen werden.

Das Gespräch zum Wiedereintritt

Das Gespräch mit dem Pfarrer ist keine „Gewissensprüfung“, sondern dient dem gegenseitigen Kennenlernen. Allerdings macht ein (Wieder-)Eintritt ja nur Sinn, wenn er nicht eine bloße Formalität ist, sondern auch ein Kontakt zur Gemeinde entsteht. Darum ist gut, sich an den Pfarrer/die Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde seines Wohnortes zu wenden. In der Regel wird in so einem Aufnahmegespräch dann ein Gottesdienst verabredet, in dem die Aufnahme mit Schriftlesung, Gebet und Segen gerahmt wird; möglich ist aber auch die Aufnahme per Handschlag durch die Pfarrerin/den Pfarrer, wenn jemand durch seine Unterschrift bekundet, in die Kirche aufgenommen werden zu wollen.

Kircheneintrittsstellen der evangelischen Kirchengemeinde

Selbstverständlich können Sie sich auch unverbindlich, sogar anonym, mit jeder Pfarrerin/jedem Pfarrer in Verbindung setzen, wenn Sie sich genauer informieren möchten.
Eine andere Möglichkeit führt über die in großen Städten eingerichteten „Kircheneintrittsstellen“.


Für Menschen, die nicht getauft sind (und daher auch nie zu einer Kirche gehört haben), erfolgt der Kircheneintritt durch die Taufe, die zuvor gut vorbereitet wird.